DiD#019 Tod

Darum gehts:

Wir werden alle Sterben! Und was noch schlimmer ist: Deine Kinder werden dich auf alle Fälle darauf ansprechen (und du musst eine gute Antwort finden). Deshalb haben sich Justus und Stefan hingesetzt, um sich diesem Thema anzunehen.  Wir sprechen über unser Verhältnis zum Tod, den Tod von nahen Verwandten und das eigene Ableben. Und was hat eigentlich der Versicherungsmakler aus „Und täglich grüßt das Murmeltier“ mit all dem zu tun?

Shownotes: 

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7 Gedanken zu „DiD#019 Tod“

  1. “A UK company called And Vinyly is offering people the chance to press their ashes in a vinyl recording of their own voice, their favourite tunes or their last will and testament. Minimalist audiophiles might want to go for the simple option of having no tunes or voiceover, and simply pressing the ashes into the vinyl to result in pops and crackles.”

    Als Ergänzung zum Thema was man mit der Asche eines Verstorbenen machen kann, weil ich es so schön fand: http://www.andvinyly.com

    Und als Filmempfehlung: “This is Where I Leave You” https://www.youtube.com/watch?v=fH0cEP0mvlU – fiel mir ein als ihr über das Thema Totenwache geredet habt.

    Ich hab die Folge sehr gerne gehört. Es sollte viel mehr über den Tod gesprochen werden. Das würde vieles erleichtern.

    1. Freut mich, dass dir die Folge gefallen hat und vielen Dank für die Links!

      Die Idee mit den Platten ist schon ziemlich abgefahren. Bin schon am zusammenstellen einer Playlist: Ashes to Ashes von Faith no More kommt auf alle Fälle drauf 😉

      Falls es die Dauererkältung der Kinder zulässt, werde ich mal den Film mit meiner Frau zusammen ansehen.

      Viele Grüße Stefan

  2. Hallo ihr zusammen,
    wieder einmal eine “schöne” Folge. Habe bisher selten einen so ernsten Podcast gehört. Aber auch so ein wirklich fiefes und unangenhemes Thema muss halt mal besprochen werden. Und wie bereits gesagt ,gerade in anbetracht der persönlichen Ereignis von Stefan durchaus mutig, so offen das ganze zu rekapitulieren und mit uns zu teilen. Danke dafür.

    Was ich besonders spannend fand war die Tatsache, das Ihr oder eure Kinder schon so früh mit dem Thema konfrontiert wurdet bzw. es entsprechend wahrgenommen habt. Mein Großer (4 Jahre) hat im Kindergarten mitbekommen (damals noch 3 Jahre) das die Großmutter eines anderen Kindergartenkindes verstorben ist. Was genau die Erzieherinnen der Gruppe in dem Zusammenhang erzählt haben weiß ich nicht. Ich war nur sehr verwundert, als mein Sohn mich irgendwann fragte, ob wir alle sterben werden. So aus heiterem Himmel. Da war ich erstmal krass überfordert. Habe auch gespürt wie sehr es meinen Sohn verängstigt hat.
    1) Soll ich ehrlich antworten? “Klar aber hey das dauert noch GANZ lange und bisher weiß keiner was danach passiert”
    [Zitat: Subway to Sally aus dem Lied Grabrede:
    Wenn unsre Schädel einst ins Leere glotzen
    Sieht man uns nicht an
    Wer Sieger, wer Verlierer war
    Wer armer oder reicher Mann
    Was wir dann sind ist ungewiss
    Wahrscheinlich bleibt nur Finsternis]
    oder
    2) Soll ich lügen… “Nein das wird NIE passieren”
    oder “Ja aber dann kommen wir alle gemeinsam auf eine Wolke im Himmel.

    Ich glaube konkret habe ich meinem Sohn in besagter Situation gar nicht direkt geantwortet, sondern bin der Frage erst mal ausgewichen (Ablenkung ist alles).
    Nur hat ihn das ganze Thema sehr lange eigentlich bis heute beschäftigt. Erstmal haben wir ihn tatsächlich angelogen und gesagt “nein man stirbt nicht”. Dazu muss man sagen das der große echt ein Sensibelchen ist. (Was das angeht komme ich später noch drauf zu sprechen beim Thema Public Viewing bzw. die Aufbahrung der Toten)

    Aktuell sind wir auf dem Stand. Ja wir sterben aber wir kommen dann halt in den Himmel. Wir ziehen quasi um….Mal sehen wo das noch hinführt. Jedenfalls ist das Thema seither nicht mehr so präsent.

    Zu eurem Konsens, was das Beschauen und den Kontakt mit den verstorbenen Personen angeht ,bin ich etwas anderer Meinung, bzw. muss dabei noch etwas mehr unterscheiden.

    Bei mir persönlich war es so, dass meine Mutter sich als ich 8 Jahre war das Leben genommen hat. Und damals habe ich das alles nicht verstanden. Aber ich war auch nicht wirklich … traurig. Das ist schwer zu beschreiben (Ist wirklich lange her). Ich habe das ganze ganz gut aufgenommen. Das was mich damals wirklich fertig gemacht hat war die Tatsache, dass mein Vater (verständlicherweise) total fertig war. Einen erwachsenen Menschen (vor allem seinen Papa… Papa = Superman/Gott) bitterlichst weinen zu sehen und zu hören war echt heftig. Habe meine Mutter dann nicht mehr gesehen ein Aufbahren gab es damals nicht (soweit ich weiß). Ich weiß allerdings auch nicht wie mein großer sowas jetzt aufnehmen würde. Wenn jetzt Opa, Oma oder Mama oder Papa sterben würden. Für mich persönlich eine absolute Horrorvorstellung, meinem Sohn zu erklären das Mama NIE wieder kommet. Ich gebe zu das es an diesem Punkt vielleicht nicht schlecht wäre an einem offenen Sarg noch mal Abschied zu nehmen. Ich würde an der Stelle nur gerne zu Vorsicht mahnen, nicht einfach jedem Kind zuzumuten an den Sarg eines gerade verstorbenen nahen Verwandten zu gehen. Es sind halt alle Kinder verschieden und jeder Jeck ist anders.

    Meine persönliche Erfahrung ist da im Vergleich mit eurer auch eine ganz andere. Als mein Opa starb war ich bei der Aufbahrug dabei. Und es ist bis heute so, dass wenn ich an meinen Opa denke, ich immer dieses Bild vor Augen haben, von der Leiche im Sarg. Später bei meiner Oma und meinem Onkel habe ich das nicht mehr gemacht, einfach weil ich die Person so in Erinnerung halten wollte wie sie gelebt hat und nicht wie sie Tod im Sarg liegt. Aber wie gesagt jeder Jeck (auch die Erwachsenen sind anders). Dies ist lediglich meine ganz persönliche Sicht auf die Dinge.

    An dieser Stelle eine kleine Anmerkung zu Justuts und seinem “Besäufnis” mit seiner toten Oma….
    Das ist echt schräg ;). Aber ok wenn es für euch alle ok war und ihr einen schönen Abend hattet ok.
    Ich dachte mir nur nachher: Hey man sollte vielleicht versuchen das ganze noch zu Lebzeiten der entsprechenden Personen zu machen oder?

    Zum Thema Beerdigungen muss ich gestehen habe ich über meine eigene bisher auch nicht nachgedacht. Nur über meinen Grabstein. Das wird meine Frau sicherlich nicht erlaube aber ich würde gerne auf meinem Grabstein stehen haben ” Guck nicht so blöd, halts Maul, geh weiter”

    Trauerfeiern an sich finde ich eigentlich immer sehr angenehm.(abgesehen von dem Anlass des Zusammenkommens). Alle sind zusammengekommen und reden über das ein oder andere was man mit der verstorbenen Person verbindet. Diese ganzen Menschen treffen überhaupt nur zweimal im Leben/Tod eines Menschen zusammen. Bei der Hochzeit und bei der Beerdigung. Und ich denke mir immer dabei: Klar der Anlass ist traurig aber die verstorbene Person will sicherlich, dass wir glücklich sind und mit unserem Leben, in der bestmöglichsten Art und Weise, weiter machen und nicht in Depressionen verfallen.
    (Zugegeben einen plötzlichen und unerwarteten Tod einer jungen Person habe ich zum Glück bisher noch nicht miterleben müssen, da sähe das Ganze wohl was anders aus.)

    Lange Rede wenig Sinn.

    Danke für diesen Podcast. Ich freue mich demnächst wieder häufiger von euch zu hören.

    LG Gruber

    1. Hi Gruber,

      Vielen Dank für deine sehr ausführliche Nachricht.

      Ich denke das es wichtig ist, wenn man Kinder hat, sich frühzeitig mit dem Thema auseinanderzusetzen und eine Meinung dazu zu entwickeln. Denn die Fragen zum Tod kommen. Meist früher als man denkt…

      Wie man die Sache dann angeht, ist natürlich sehr individuell. Meine Erfahrung ist halt, dass man den Kindern mehr zutrauen kann als man denkt.

      Vor zu starken Emotionen sollte man meiner Meinung nach die Kinder aber beschützen. „Normale Trauer“ zu zeigen ist vollkommen ok. Vor einem emotionalen Zusammnebruch sollte man die Kinder aber eher beschützen.

      Die Sache mit deiner Mutter tut mir wirklich sehr leid. Sowas sollte keiner Erleben!

      Alles Gute und viele Grüße Stefan

    1. Hallo Tobias,

      Vielen Dank für die Links.

      Ich habe mir heute die Folge Wrint angehört.

      Diese Seite des Themas kommt in unserer Folge ja überhaupt nicht vor, und ich möchte dir für die Offenheit danken, mit der du mit Holger Klein über deinen Sohn, seine Krankheit und sein Sterben sprichst.
      Es hat mich sehr breührt.

      Liebe Grüße Stefan

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